Buchpräsentation „Dismatria und weitere Texte“ mit der Schriftstellerin Igiaba Scego, via Zoom

Eku/ März 19, 2021

Igia­ba Sce­go hat mit dem Begriff Dis­ma­tria, der der nun in deut­scher Über­set­zung beim NONSOLO Ver­lag erschie­ne­nen Antho­lo­gie ihren Titel ver­leiht, einen wun­der­ba­ren Neo­lo­gis­mus geschaf­fen. Anstatt des gebräuch­li­chen espa­tria­to (=emi­griert) ist dis­ma­tria­to jemand, der unter der Tren­nung von sei­nem Ursprungs­land lei­det (also matria = Mut­ter Erde, Mut­ter Hei­mat statt patria = Vater­land); die­ses The­ma ist heu­te ja mehr denn je auf tra­gi­sche Wei­se aktuell.

Dismatria und weitere Texte –Taschenbuch

Mab/ September 16, 2020

In Rom rennen die Leute immer, in Mogadischu rennen die Leute nie. Ich bin ein Mittelweg zwischen Rom und Mogadischu: ich gehe zügig.

Der Mittelweg ist für Igiaba Scego zum ständigen Begleiter geworden auf der Suche nach der eigenen Identität: In Rom geboren mit somalischen Wurzeln ist sie Italienerin und Afrikanerin, von beidem ein bisschen und nie nur das eine.

Die Erzählung Dismatria ist derzeit Sternchen-Thema des Baden-Württembergischen Abiturs. Die drei Kurzgeschichten der Mini-Anthologie werden von einem ausführlichen, kritischen Vorwort von Prof. Dr. Martha Kleinhans vom Institut für Romanistik an der Universität Würzburg begleitet. Dadurch eignen sie sich hervorragend zur kritischen Auseinandersetzung mit den Themen Migration und Identität im Unterricht.

Aus dem Ita­lie­ni­schen von: Ruth Mader-Koltay

Die Über­set­zung die­ses Buches kam dank einer För­de­rung des Ita­lie­ni­schen Minis­te­ri­ums für aus­wär­ti­ge Ange­le­gen­hei­ten und inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit zustande.

LESEPROBE