Emanuela Anechoum über Tangerinn:
Tangerinn – ein Roman über Migration, (Anti-)Rassismus und die Suche nach sich selbst über Generationen.
Vor sechs Jahren war Mina auf der Suche nach Freiheit und nach sich selbst nach London gezogen. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt die 30-Jährige in das kalabrische Dorf zurück, in dem sie aufgewachsen ist. Widerwillig begibt sie sich wieder in das familiäre Umfeld ihrer verantwortungsvollen Schwester, einer praktizierenden Muslimin, ihrer depressiven Mutter und ihrer von der Geschichte verhärteten Großmutter. Sie sucht nach den Spuren des geliebten Vaters, der in den 80er Jahren aus Marokko nach Italien gekommen war und in dem Dorf eine vor allem von Migranten besuchte Bar betrieben hatte. Auf dieser Suche findet sie nicht nur bekannte wie auch überraschende Facetten aus dem Leben ihres Vaters, sondern auch Nähe und Verbundenheit mit bekannten wie neuen Menschen, überzeugend gelebten Antirassismus, und ein neues Selbstbewusstsein.
