/ April 29, 2026/ Audioaufnahmen, AutorInnen, Interviews, Mediathek, News, Presse, Publikationen, Romane, Veranstaltungen

Emanuela Anechoum über Tangerinn:

Tan­ge­rinnein Roman über Migra­ti­on, (Anti-)Rassismus und die Suche nach sich selbst über Generationen. 

Vor sechs Jah­ren war Mina auf der Suche nach Frei­heit und nach sich selbst nach Lon­don gezo­gen. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt die 30-Jährige in das kala­bri­sche Dorf zurück, in dem sie auf­ge­wach­sen ist. Wider­wil­lig begibt sie sich wie­der in das fami­liä­re Umfeld ihrer ver­ant­wor­tungs­vol­len Schwes­ter, einer prak­ti­zie­ren­den Mus­li­min, ihrer depres­si­ven Mut­ter und ihrer von der Geschich­te ver­här­te­ten Groß­mutter. Sie sucht nach den Spu­ren des gelieb­ten Vaters, der in den 80er Jah­ren aus Marok­ko nach Ita­li­en gekom­men war und in dem Dorf eine vor allem von Migran­ten besuch­te Bar betrie­ben hat­te. Auf die­ser Suche fin­det sie nicht nur bekann­te wie auch über­ra­schen­de Facet­ten aus dem Leben ihres Vaters, son­dern auch Nähe und Ver­bun­den­heit mit bekann­ten wie neu­en Men­schen, über­zeu­gend geleb­ten Anti­ras­sis­mus, und ein neu­es Selbstbewusstsein.